Chronik

"Für Buben gibt es in unserem Verein ja wirklich attraktive Angebote, aber für Mädchen!?" - Mit diesem einfachen Gedanken begann die Geschichte der DJK Formation Girls aus Mirskofen.

Im Frühjahr 1992 übernahm Sonja Spierer das vom SV seit Jahren angebotene Kinderturnen, an dem sowohl Mädchen als auch Jungen Gefallen fanden. Doch viele der Jungs wechselten zum Fußball, weshalb Sonja und ihre verbleibenden Mädls 1995 erstmals mit dem Tanzen begannen. Ihr Können stellten die ortsansässigen, damals mit Radlerhose und Cap bekleideten Kinder im Alter von 5 bis 11 erstmals 1996 bei einem Fest des SV unter Beweis.

Durch das positive Feedback der Mirskofner bestärkt, wollte die Truppe schließlich mehr: Frau Monika Barsdorfer nähte für die Tänzerinnen im Herbst desselben Jahres noch ihr erstes "richtiges" Kostüm, welchem durch Ponpons das gewisse Etwas verliehen werden sollte. Das Programm wurde somit zum Namen: Cheerleaders.

Weil sich die Trainerin für ihre Mädls gerne ins Zeug legte, erweiterte sich Jahr für Jahr der Wirkungskreis der Cheerleaders. So gehörten Auftritte bei örtlichen Veranstaltungen, wie Sportfest oder Kinderfasching zur festen Tradition.

Um das Publikum mit einem neuen Programm überraschen zu können, ließen sich die Kinder von ihrer Näherin 1997 Rioröcke schneidern, um ihre Performance zu Sambamelodien optimal in Szene zu setzen und das Publikum nicht nur durch ihre Tanzkünste, sondern auch durch ihre Optik zu verblüffen. Im Folgejahr wurde dann wieder auf die roten Röcke zurückgegriffen und die Hüften zu Rock 'n' Roll Rhythmen geschwungen.

1999 begeisterten die Cheerleaders auf Faschingsbällen mit ihrem "Dirty Dancing" Programm die Zuschauer.

Nachdem der Auftritt am Sportfest 2000 ein voller Erfolg war und immer mehr Mädchen darum baten, in die Tanzgruppe aufgenommen zu werden, beschloss Sonja die Gründung einer zweiten Tanzgruppe, den Nachwuchs der mittlerweile 9 bis 15 jährigen Cheerleaders, der B-Gruppe. Diese feierten ihre ersten Erfolge als Vorgruppe der "Großen" im Jahre 2001.

Da der professionelle Cheerleadersport auch in Deutschland immer mehr Zuspruch fand und die Mädchen aber weniger eine Unterstützung für einen Sportverein als vielmehr eine Showtanzgruppe war, beschloss man noch im selben Jahr den Namen in Formation Girls zu ändern.

Nach fünf Jahren des Tanzens wollte die A schließlich im wahrsten Sinne des Wortes "hoch hinaus": erste Hebefiguren bei Auftritten waren die Folge. Da man immer mehr herumgekommen war und immer mehr Eindrücke von anderen Tanzgruppen bekam, entschloss man sich auch auf technischer Seite Hilfe zu holen. Ludwig Lang stellte sich für diesen Job als der perfekte Mann heraus, denn Dank seiner Hilfe bekamen die Tänzerinnen eine professionelle Anlage sowie geschnittene Musik für ihre Auftritte, um zum Musikwechsel keine Pausen während des Tanzens einlegen zu müssen.

Im Jahre 2003 konnten die Formation Girls dann das erste Mal in Landshut (Bernlochner) aktiv werden und überzeugte durch ihre zackigen Bewegungen zu Trance-Sounds.

Ein Jahr später übertrafen die mittlerweile erwachsen gewordenen Mädchen der A-Gruppe sich selbst und ihre Erwartungen. Die von der Trainerin Sonja Spierer organisierte erste Tanzweihnachtsfeier in der Turnhalle war ein voller Erfolg, denn etwa 180 Leute hatten sich eingefunden, um die zwei Gruppen tanzen zu sehen

Die Kleider der Girls wurden immer exklusiver und aufwändiger, weshalb man sich 2004 überlegte Lichtanlagen zu beschaffen, um diese voll zur Geltung zu bringen. Da weder die Trainerin noch die Tänzerinnen auf diesem Metier Profis waren, entschied man sich einstimmig Techniker zu besorgen, die den Auf- und Abbau regeln sollten. Auch ein Pressemann durfte natürlich nicht fehlen, welcher aber schnell von Weize, der uns seither nach wie vor mit Fotos versorgt, besetzt wurde.

Weil der Formationstanz sich immer größerer Beliebtheit erfreute, musste Sonja noch eine dritte Gruppe gründen, um allen Tanzwütigen die Möglichkeit zu geben, ihre Leidenschaft auszuleben.

Zehn Jahre waren vergangen seit die Formation Girls das erste Mal aktiv wurden und man wollte den Leuten zu diesem Anlass ein besonderes Highlight in Form des Jubiläumsprogramms "Remember of Dance" bieten. Diesen zeigen sie nicht nur auf den Faschingsbällen in Mirskofen und Umgebung (Rosenmontagsball, Weiberfasching, Gastronomenball, u.v.m.), sondern auch auf dem Ball regionaler Taubenzüchter sowie beim jährlich stattfindenden Stadtball der Stadt Landshut.

Für die angesetzte 2. Tanzweihnachtsfeier kündigten sich derart viele Menschen an, dass zu befürchten war, die Plätze in der Turnhalle würden nicht ausreichen, um allen ein schönes Erlebnis zu gewähren. Aus diesem Grund verlegte man sie in den Gasthof Luginger in Mirskofen. Es kamen tatsächlich noch mehr Leute als im Vorjahr.

Als man dachte man könne das Programm nicht mehr verbessern, nicht noch höhere Hebefiguren aufbauen, machten die Tänzerinnen diesen Eindruck einiger Pessimisten zunichte und toppten alles bisher da gewesene. Auch die B und C-Gruppe war auf ein Niveau gekommen, in dem es angebracht war, eigene Kostüme auszuwählen und nicht mehr wie in den Vorjahren auf die alten Kostüme der "Großen" zurückzugreifen.

Die 3. Tanzweihnachtsfeier lockte knappe 250 Fans zum Luginger nach Mirskofen, um alle drei Gruppen einzeln, aber auch zusammen tanzen zu sehen. Natürlich war auch der Fanclub der A-Gruppe gekommen.

Da alleine die C-Gruppe 31 Mitglieder aufwies und die Trainerin entlastet werden sollte, übernahmen Katharina Weig, Maria Eggerbauer, Lena Jarosch und nicht zuletzt die Tochter der ehemaligen Trainerin, Carina Spierer, das Training der C-Gruppe.

Mittlerweile war die Zahl der Tänzerinnen auf 64 angestiegen und die Trainerin Sonja Spierer, der alle Erfolge zu verdanken sind, übergab auch die B-Gruppe an Mädchen der A-Gruppe. Carina Spierer verzichtete auf die C und stellte zusammen mit Elisabeth Steinbrecher ein tolles Programm für die B-Gruppe auf.

Nach dem Rücktritt von Sonja Spierer 2007 trainieren sich nun auch die Frauen der A-Gruppe selbst und stellten eine abwechslungsreiche wie auch flotte Performance auf die Beine. Dem Stil von Sonja blieben sie dabei treu. Rock und Ästhetik ließen sich abermals vereinigen. Organisatorisches übernahm unter einstimmigen Beschluss aller Mädchen Ludwig Lang, der die Gruppe seit vielen Jahren kennt und unterstützt.

Aber auch Sonja war nicht aus der Welt: Sie kümmerte sich weiter darum die Werbetrommel in der Zeitung zu rühren und besorgte ihren Mädls nach wie vor Auftritte.

Die Kostüme wurden nach wie vor von der altbewährten Näherin Monika Barstorfer angefertigt. Und auch die Techniker sind den Formation Girls erhalten geblieben.

Im Jahre 2008 entschied man sich wegen des Anwachsens auf über 70 aktive Tänzerinnen noch eine 4. Gruppe zu gründen um für Tänzerinnen und Trainerinnen bessere Trainingsverhältnisse zu schaffen, die D-Gruppe. Zusätzlich wurde eine neue Trainerin für die A-Gruppe in der Person von Nicole Glöbl gefunden. Durch ihre Hilfe lernten die Formation Girls neue Techniken beim Tanzen und Heben und provitierten von den Erfahrungen aus ihrer langjährigen aktiven Tanzkarriere bei namenhaften Gruppen, unter anderen den Showfunken aus Taufkirchen.

2009 begann man noch eine 5. Gruppe im Training einzurichten, da nun fast 80 Mädchen und Frauen bei den Formation Girls tanzten. Ein Team von fast 20 Personen betreut, trainiert und unterstützt die Gruppe. Ohne diese große Anzahl von ehrenamtlich Tätigen wäre es inzwischen unmöglich eine Gruppe dieser Größenordnung zu leiten.

Die positive Entwicklung hielt auch im Jahre 2010 an. Eine 6. Gruppe wurde ins Leben gerufen, um den mittlerweile 90 Mädchen ein optimales Training zu ermöglichen. 2010 wurde der erste Mirskofener Kinderfasching im Gasthaus Großwirt organisiert. Eingereiht in dieses Showtanz-Jahr haben sich diverse individuelle Programme, wie z.B. der 60. Geburtstag von Bürgermeister Fritz Wittmann oder das Gründungsfest des SV Mirskofen, sowie zahlreiche gesellschaftliche Aktivitäten (z.B. Ritteressen, Hochseilgarten usw.).

Auch das Jahr 2011 lief hervorragend für die Formation Girls. In den sechs Gruppen tanzen inzwischen 99 Tänzerinnen. Besonders die 8.Tanzweihnachtsfeier am 17.Dezember war ein voller Erfolg mit mehr als 350 Zuschauern und einem neuen Konzept ohne Moderation und Reden mit mehr Show...zusätzlich stand erstmals ein Auftritt an Silvester an...

Der Anfang des Jahres 2012 änderte relativ kurzfristig den Status der Formation Girls im Verein, indem man offiziell eine eigene Abteilung gründete...zudem wurde eine Umstrukturierung der Gruppen durchgeführt....auch der inzwischen 3. Mirskofener Kinderfasching ist gut über die Bühne gelaufen. Zusätzlich organisierten die Formation Girls erstmals in Zusammenarbeit mit dem Space Club Alteim das Faschingstreiben in Essenbach. Neue Informationen bezüglich Techniken zum Hebefigurenaufbau bekam man aus dem Cheerleadersport, hier wurde ein Workshop durchgeführt und man besuchte ein Cheerleadercamp. Zwei weitere Highlights des Jahres waren einmal die Auftritte in der Fußgängerzone von Jesolo im September und die erstmals in der Eskara durchgeführte Weihnachtsgala...

Auch das Jahr 2013 startete mit einem Novum. Es wurde eine Tanzgemeinschaft mit den Sportvereinen Postau und Weng gegründet. Folglich tanzen in einer Gruppe der Formation Girls Tänzerinnen aus drei Sportvereinen. Auch konnte man zu Saisonbeginn zahlreiche Neuzugänge bei den Formation Girls begrüßen wodurch die Zahl der aktiven Tänzerinnen auf über 110 stieg. Auftritte in Passau, Regensburg, Friedrichshafen, Oberalm in Österreich und Jesolo in Italien zählten zu den Höhepunkten der diesjährigen Tanzsaison.

Am 20. März startete die neue Tanzsaison im Jahr 2014. Auch hier zeichnete sich erneut eine große Anzahl an neuen Tänzerinnen ab, wodurch es in Zukunft wieder eine sechste Gruppe bei den Formation Girls geben wird und die Zahl der aktiven Tänzerinnen sich um die 120 einpendelte. Erfolgreich wurden beim Gewinnspiel der ING DiBa 1000€ gewonnen. Auch beim Nachwuchswettbewerb des Vereins "Drei Helmen e.V." ist man im Finale gelandet. Highlight des Jahres aber war die 3. Weihnachtsgala, die erstmals in einer ausverkauften Eskara stattfand. Hatte man sich zwei Jahre zuvor noch überlegt ob man das "Risiko Eskara" überhaupt eingehen sollte, so waren 2014 die Karten in zwei Wochen ausverkauft. 850 Zuschauer sahen ein tolles Abendprogramm, in dem auch wieder die Gruppengründerin Sonja Spierer mit dem Training des Weihnachtsprogramms mit von der Partie war.

Und auch zum Saisonauftakt 2015 zeichnete sich keine Trendwende bei den Formation Girls ab. Über 50 neue Tänzerinnen starteten mit in eine neue Saison und durfen im ersten Halbjahr schon Trainingstage bzw. -wochenenden und Ausflüge z.B. in das Legoland miterleben. Die 4.Weihnachtsgala war mit ca. 1000 Besuchern restlos ausverkauft und stellt die Organisatoren vor Platzprobleme für die nächsten Jahre, denn es gab nicht genügend Karten für alle Interessenten. Erstmals ging es zu Auftritten zu den Roten Raben nach Vilsbiburg. Auch beim EVL wurde kräftig mit gepuschelt.

2016 konnten erstmals zum Saisonstart nicht mehr alle Tänzerinnen aufgenommen werden, die gerne zum Tanzen angefangen hätten. Folglich entstanden Wartelisten für die nächsten zwei Saisonstarts 2017 und 2018. Das Jahr endete mit einer tollen Weihnachtsgala mit einem gigantischen Weihnachtsfinale, das wieder von Sonja Spierer kreiert wurde.

2017 gibt es einen Umbau in der Trainer- und Abteilungsstruktur um die Tanzgruppe auch für die Zukunft fit und attraktiv zu machen.